THC als Medizin

Die Grundlagen

«THC als Medizinpräparat wird in der Behandlung von Schmerzen künftig keine Alternative sein – sondern der neue Standard.»

– Ivan Mestrangelo, Chief Executive Officer
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Eine Erhebungen der Europäischen Schmerzgesellschaft aus dem Jahr 2014 zeigt, dass rund 100 Millionen Menschen im EU-Raum unter chronischen Schmerzen leiden

Ein Leben voller Schmerzen
– was bedeutet das?

Es scheint eine unumstössliche Tatsache des Lebens zu sein: Schmerzen gehören einfach dazu. Das lässt auch die Wissenschaft vermuten. Wie bspw. Erhebungen des Bundesamtes für Statistik zeigen, stellen Schmerzen für viele Schweizerinnen und Schweizer einen normalen Aspekt ihres Alltags dar. So leiden mehr als zwei von fünf Personen regelmässig unter Kreuz- und Rückenschmerzen, fast jede zehnte Frau klagt über starke Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich und ebenso viele Frauen haben mit erheblichen Einschlaf- und Durchschlafstörungen zu kämpfen.

Betrachtet man das Thema der chronischen Schmerzen auf internationaler Ebene, präsentiert sich die Faktenlage noch brisanter: So können chronische Schmerzen auch in Deutschland und Österreich als veritable Volkskrankheiten bezeichnet werden. Zum Beispiel zeigen Erhebungen der Europäischen Schmerzgesellschaft aus dem Jahr 2014, dass rund 100 Millionen Menschen im EU-Raum unter chronischen Schmerzen leiden (d.h. Schmerzen, die drei Monate oder länger andauern und regelmässig wiederkehren). Dies führt – wenig überraschend – zu einer deutlichen Beeinträchtigung der physischen und psychischen Gesundheit der Betroffenen.

Behandlung mit Opioiden
– eine Verlagerung der Leidensgeschichte

Natürlich mindert ständige Pein die Lebensqualität und hat sowohl auf die Psyche als auch auf die körperliche Sphäre negative Auswirkungen. Dementsprechend haben sich vor allem in der westlichen Medizin, wo die Problematik chronischer Schmerzen systemisch ist, verschiedene medikamentöse Behandlungsformen etabliert. Eine wesentliche stellt die Verabreichung sogenannte Opioide dar. Der Begriff steht für natürliche oder synthetische Substanzen, die morphinartige Wirkungen aufweisen. Im Laufe ihres Lebens nehmen fast 20 Prozent aller Europäer und Europäerinnen solche Präparate. Die Verabreichung von Opioiden hat sich in vielerlei Hinsicht bewährt, ist aber mit einem ganz entscheidenden Nachteil behaftet: Die Substanzen bergen ein hohes Potenzial für Abhängigkeit.

Später wechselten sie meist zu Heroin und Fentanyl. 2017 wurde in den USA deswegen der nationale Notstand erklärt: In jenem Jahr starben dort 47'000 Menschen an Opioiden, umgerechnet also 130 pro Tag.

Welche Gefahr die Verabreichung von Opioiden birgt, zeigen die USA. Dort wird mittlerweile von einer veritablen Opioid-Krise gesprochen: In den Vereinigten Staaten sind Zehntausende Menschen durch Opioid-haltige Schmerzmittel süchtig geworden. Später wechselten sie meist zu Heroin und Fentanyl. 2017 wurde in den USA deswegen sogar der nationale Notstand erklärt: In jenem Jahr starben dort 47’000 Menschen an Opioiden, umgerechnet also 130 pro Tag. Im Oktober 2019 begann in Cleveland im Bundesstaat Ohio ein Modell-Zivilprozess gegen mehrere Pharma-Konzerne und Grosshändler, bei dem mehr als 2000 Klagen gebündelt werden. Den Unternehmen wird vorgeworfen, die Suchtgefahr der Schmerzpillen bewusst verschleiert und die Medikamente aus Gewinnstreben aggressiv vermarktet zu haben.

Eine Studie mit 2897 medizinischen Cannabispatienten ergab:

Nutzten Opioid-Schmerzmittel in den letzten 6 Monaten
34%
Reduzierten Opioidmedikation durch Einnahme von THC
97%
Empfanden die alleinige Einnahme von THC wirksamer als mit Opioidmedikamenten zusammen
81%

THC statt Opioide

Immer mehr Patienten bevorzugen eine Therapie mit THC anstelle von Opioiden und geben an, dass dieser Ansatz bei ihnen sogar besser anschlägt. Eine in der Zeitschrift «Cannabis and Cannabinoid Research» veröffentlichte Arbeit legt Beweise dafür vor. Im Rahmen einer Studie zur Untersuchung des Konsums von THC als Ersatz für Opioidhaltige-Schmerzmedikamente haben eine Umfrage unter 2897 medizinischen Cannabispatienten durchgeführt und Daten gesammelt. 34 Prozent der Stichprobengruppe gaben an, dass sie innerhalb der letzten sechs Monate Opioid-Schmerzmittel verwendet hatten. Eine Mehrheit der Gruppe gab an, dass der Cannabiskonsum ihnen eine ebenso wirksame Schmerzlinderung verschaffte wie die anderen Medikamente, jedoch ohne die unerwünschten Nebenwirkungen.

Massive 97 Prozent der Gruppe gaben an, dass sie in der Lage waren, die Menge der Opioidmedikation dank der THC-Einnahme zu verringern. Darüber hinaus gaben 81 Prozent der Gruppe an, dass THC allein wirksamer für die Behandlung ihrer Erkrankung sei als die Einnahme von THC zusammen mit Opioidmedikamenten. Die Autoren des Papiers stellen fest, dass «THC im Vergleich zu opioidhaltigen Medikamenten eine wirksame Schmerzbehandlung ermöglicht, die Wahrscheinlichkeit einer Abhängigkeit stark verringert und das Risiko einer tödlichen Überdosierung eliminiert. Patienten die medizinisches THC verabreicht bekommen, berichten, dass Cannabis genauso wirksam, wenn nicht sogar wirksamer ist, als opioidbasierte Medikamente gegen Schmerzen.»

Medizinisches THC
– eine Substanz voller Potenzial

Die Zahl der Bevölkerung weltweit, die sich mit THC-basierten Medikamenten therapiert, hat sich in den letzten drei Jahren verzehnfacht. In den meisten Teilen der Welt, darunter auch in ganz Europa, wurden THC-basierte Medikamente wieder als verkehrsfähiges Arzneimittel zugelassen und können per Rezept in jeder Apotheke bezogen werden.

Die Vorzüge von THC-Präparaten sind bestechend: Die Wirkung von THC in Kombination mit anderen Cannabinoiden sowie sekundären Pflanzenstoffe ist seit Jahrhunderten bekannt. Cannabispräparate eröffnen interessante neue Perspektiven für die Therapie chronischer Schmerzen. Aufgrund bisheriger Beobachtungen geht man von einem allmählichen Wirkungsaufbau der Schmerzlinderung aus (z.B. nach Prof. Martin Pinsger). Zu den Vorzügen gehören u.a. die Verbesserung des Schlafes in den ersten Tagen, die Muskelentspannung sowie die Anregung des Appetites sowie die Schmerzreduktion nach ausreichender Regeneration. Markexperten gehen davon aus, dass Schmerzpatienten in Zukunft starke-opiathaltige Medikamente absetzen können und durch die Verwendung von THC-Präparaten eine ganz andere Lebensqualität erlangen.

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Das Anwendungsspektrum ist breit und deckt eine Vielzahl der häufigsten Erkrankungen in allen Altersgruppen ab. Viele Behandelte, insbesondere Schmerzpatienten, konnten mit der Einnahme von medizinischem THC auf andere Medikamente mit hohem Nebenwirkungsprofil verzichten, bzw. diese reduzieren. Über die Hälfte der Patienten, die Benzodiazepine mit hohem Abhängigkeitspotential zur Behandlung von Angstzuständen, Muskelkrämpfen und Schlafstörungen einnahmen, konnten mit Cannabis vollständig substituiert werden. Und Untersuchungen belegen: Die im Rahmen einer Therapie eingenommenen Cannabinoid-Mengen führen zu keiner Anhängigkeit. Medizinische Cannabis-Präparate können beliebig lange eingenommen werden.

Für interessierte Investoren

Medizinisches THC gehört zu den Zukunftsmärkten im Pharmamarkt und MediCrops® steht für die gesamte Wertschöpfungskette, von Kultivierung bis zur fertigen Verarbeitung. Ab CHF 50’000.- können Investoren am Wachstum von MediCrops® teil haben. Detaillierte Informationen finden Sie in der ausführlichen Dokumentation.