Nutzen


Der Einsatz von Cannabis Sativa L. als Arzneipflanze wurde bereits in der frühesten Menschheits- geschichte dokumentiert. Die Welt feiert momentan frenetisch ihr Comeback. Die Berichte von Patienten, deren Lebensqualität sich durch die Einnahme der aktiven Wirkstoffe (Cannabinoide) signifikant verbessert hat, häufen sich. Aber auch als Nahrungsergänzungsmittel bricht Hanf Rekorde. Vergessen Sie Fischöl, Avocado und Rosenkohl - Hanfsamen! Der Wissenschaft ist keine pflanzliche Nahrung bekannt, die eine stärkere Konzentration von wertvollsten Omega 3/6 Fettsäuren in einem optimalen Verhältnis besitzt.

Für den Organismus


Das Anwendungsspektrum ist breit und deckt eine Vielzahl der häufigsten Erkrankungen in allen Altersgruppen ab. Viele Behandelte, insbesondere Schmerzpatienten, konnten mit der Einnahme von Cannabis auf andere Medikamente mit hohem Nebenwirkungsprofil verzichten, bzw. diese abdosieren. 45% der Patienten, die Benzodiazepine mit hohem Abhängigkeitspotential zur Behandlung von Angstzuständen, Muskelkrämpfen und Schlafstörungen einnahmen, konnten mit Cannabis vollständig substituiert werden. In den USA betrachtet man hanfbasierte Arzneimittel als einen Weg aus der Opioid-Krise. In laufenden Studien wurden bereits stark antikanzerogene Wirkungsmechanismen dokumentiert. Die Erfolge auf ganzer Linie sind bereits heute unübersehbar. Dabei stehen wir erst am Anfang der Erforschung der medizinischen Eigenschaften.

Die Vielzahl an Behandlungen, die durch Cannabinoide ermöglicht werden.


Weitere Indikationen

Infografik

Überholte Klischees

Abgesehen von den gesundheitlichen Benefits, kann sich in unserer heutigen Zeit niemand mehr gegenüber der Tatsache verschliessen, dass Cannabis mitten in unserer Gesellschaft angekommen ist.
In der Schweiz sind Cannabisblüten mit reduziertem THC-Gehalt (geringere Rauschwirkung) für Volljährige bereits an jedem Kiosk und jeder Tankstelle frei erhältlich. Die Pflanze hat demnach einen gewaltigen Imagewechsel vollzogen. Vom überholten Klischee des langhaarigen Kiffers, der umherschleicht und seinen „Stoff“ von klandestinen Gestalten mit gewisser Nähe zur organisierten Kriminalität bezieht, ist der Konsum inzwischen in allen Schichten der Gesellschaft verbreitet und salonfähig geworden.

Blick in die Zukunft

Was kann Hanf noch?


Es ist schon ein wenig glanzlos: Der Mensch hat die Steinzeit, die Bronzezeit, die Eisenzeit durchlebt - unsere Generation befindet sich mitten in der Ära des Plastiks. Das darin keine Zukunft liegt, ist heute auch dem letzten klar geworden. Daher arbeitet der Mensch mit Hochdruck an der Abkehr von Plastik auf Basis von Erdöl. Die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten mit dem Rohstoff Hanf für die Industrie, kehren zurück ins Rampenlicht. Selbst in modernen High-Tech Produkten wie z.B. im Porsche Cayman GT4 Clubsport, kommen Biofaser-Verbundwerkstoffe aus Hanf (gleiche Zugfestigkeit wie Aluminium bei halber Dichte) zum Einsatz, die in Konkurrenz zur Kohlefaser, die Herstellung steifer und leichter Bauteile ermöglichen, dabei aber im Gegensatz zum Energiefresser Karbonfaser eine erstklassige Öko-Bilanz abliefern. Aus Hanf gewonnene, biologisch abbaubare Kunststoffe z.B. für Verpackungen sind ebenfalls ein starker, kommender Trend.

Für Faser- oder Industriehanf benötigt man keine High-Tech Indoor Kultivierung. Die robuste und genügsame Pflanze kann sich auf natürliche Weise bestens gegen Schädlinge verteidigen. Als Kulturpflanze unter freiem Himmel vereint der Hanf gleich mehrere Benefits: Ein einziger Hektar Hanf kann bis zu 120 Hektare Baumbestand für die Zellstoffgewinnung ersetzen, da er die vierfache Menge an Zellstoff enthält und 30 Mal schneller wächst. Der Hanf ist sogar in der Lage, dem Erdreich Kontaminationen zu entziehen (Schwermetalle und Radioaktivität) und in harmlose Stoffe umzuwandeln. Unser Standort ist umgeben von Hunderten Hektaren fruchtbarer und derzeit ungenutzter Agrarflächen, die sich in staatlichem Eigentum befinden und jederzeit gegen geringe Pacht- oder Kaufpreise bewirtschaftet werden können.