Wie Exportbeschränkungen die Schweiz (noch) vom blühenden Geschäft mit Cannabis in Europa isolieren und warum Mazedonien für MediCrops das ideale Sprungbrett ist.

Der Hanf spielte in der Schweizer Landwirtschaft schon immer eine grosse Rolle und gehörte auf dem Höhepunkt vor 1950 zu den am meisten kultivierten Pflanzen für die Gewinnung von Rohstoffen. Auch der Konsum war weit verbreitet. Weshalb viele Bauern THC-haltigen Hanf anbauten. Als die Regierung anfing, Verbote durchzusetzen, machten diese sich in den 90ern ein Schlupfloch zu nutze. Der Anbau war laut Gesetz nur dann verboten, wenn dieser für den Konsum als Droge bestimmt war. Die Zeit der Duftsäckli war geboren. Das Cannabis wurde einfach anders deklariert.

Im Jahre 1999 wurden auf diese Art ca. 600 Millionen Franken umgesetzt. Dann legte das höchste Gericht mit einem Beschluss fest, dass der Gehalt von psychotropem, also dem Rausch erzeugenden THC, auf maximal 0,3% festgelegt wird. Da es wenige Hanfsorten gibt, deren THC-Gehalt darunter liegt, war der Anbau damit faktisch verboten. Dieser Grenzwert ist zwischenzeitlich wieder auf 1% angehoben worden.

In diesen wilden Neunzigerjahren machte sich auch Markus Lüdi auf zum Hanfbauern seines Vertrauens und kaufte ein Kilogramm potente THC-Cannabisblüten. Allerdings nicht um sich selbst einige entspannte Stunden zu bereiten. Denn Lüdi ist Biochemiker und stellt Naturheilmittel her. In seinem Labor braute er aus den Hanfblüten eine Tinktur. Über eine Anzeige in der Apothekerzeitung verkaufte er diese dann direkt an Patienten.

Zwei Jahre lang ging das gut. Dann revidierte das Bundesaufsichtsamt für Gesundheit plötzlich seine Bewertung für Lüdi´s Produkt. Entgegen einer früheren Einschätzung falle die Tinktur unter das Betäubungsmittelgesetz und sei daher nicht mehr verkehrsfähig. Mit dieser Entscheidung stellte Lüdi den Verkauf ein und wollte das Ganze zu den Akten legen. Doch kurze Zeit später erhielt er verzweifelte Anrufe von Patienten. Diese flehten ihn an, sie weiterhin mit der Tinktur zu beliefern. Einige schrien, andere weinten bitterlich.

Das Produkt von Lüdi war das einzige, was ihnen zu einem erholsamen Schlaf verhalf oder Schmerzen zu lindern vermochte. Und das soll nun plötzlich illegal sein?

In diesem Moment wurde Lüdi klar, wie gut seine Medizin diesen Leuten half und er entschloss sich dazu, etwas zu unternehmen, um diesen Patienten den ungehinderten Zugang zu Cannabis-Präparaten zu ermöglichen. Dieses Engagement zahlte sich aus. So war er der erste, der 2002 eine Sondergenehmigung für den Anbau von THC-Medizinalhanf für Forschungszwecke erhielt. Das versetzte ihn in die Lage, wissenschaftliche Studien über die medizinale Anwendung von Cannabis durchführen zu können. Über mehr als ein Jahrzehnt hat Lüdi spezielle Züchtungen entwickelt und die Formulierung von aktiven Wirkstoffen der Pflanze optimiert. Seine Cannapharm AG ist von einem der Pioniere zu einem der wichtigsten Hersteller medizinischer Präparate aus der Cannabispflanze in der Schweiz geworden. Seit 2011 hat sich der Umsatz verzehnfacht. Gebremst wurde dieser aber bisher noch durch die Ausnahmebewilligung, die jeder Cannabis-Patient zusätzlich zum ärztlichen Rezept vom BAG benötigte, was ein aufwändiger Prozess ist. Nachdem die Bundesregierung ankündigte, diese Hürde zu beseitigen und den Ärzten die direkte Verschreibung von Cannabis als Therapeutikum zu ermöglichen, wird sich die Situation für Cannapharm und andere Hersteller, sowie für Patienten im Inland bald verbessern. Das ist positiv für die 4.000 Cannabispatienten in der Schweiz. Doch wie viele der 100.000 Patienten in Deutschland würden sich über Lüdi´s Spezialität freuen? Dieser Markt bleibt Lüdi jedoch verwehrt. Denn auch hier wiehert der Amtsschimmel, der den Anbau von Medizinalhanf für den Export verbietet. Während in unserem Nachbarland Deutschland, THC-haltiges Cannabis als verkehrsfähige Arznei wieder zugelassen wurde, wird die Heilpflanze in der Schweiz immer noch als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel behandelt und somit auf die gleiche Stufe wie Heroin und Kokain gestellt. Damit droht der Schweiz, dass der europäische Green-Rush an ihr vorbei geht. Dabei wäre das Know-How betreffend Anbau und Pharmakologie vorhanden. Lüdi könnte das Zwanzig- bis Dreissigfache seines jetzigen Umsatzes erzielen, wenn er seine Produkte nach Deutschland exportieren dürfte. Im Bundesrat wird ein Gesetzesentwurf diskutiert, der dies ermöglichen soll. Eine Umsetzung wäre jedoch frühestens 2023 zu erwarten. Der Markt in Europa wird unserer Einschätzung nach bis dahin bereits aufgeteilt sein und Kanada, Israel und die Niederlande machen das Geschäft. Bei Wachstumsraten von 30% jährlich wird das Marktvolumen für medizinische Cannabisprodukte sich bis dahin bereits verdoppelt haben. MediCrops hat mit der Entscheidung für den Standort Nordmazedonien ein optimales Setup aus der Taufe gehoben. Die Cannabisindustrie wird vom gesamten politischen Parteispektrum unterstützt, von der Bevölkerung ohnehin. THC-haltiges Cannabis kann unter staatlicher Lizenz in unbeschränktem Umfang angebaut werden, Öle und Extrakte sind als medizinische Präparate exportfähig in die EU über Distributoren mit entsprechender Importlizenz. Die Produktionskosten liegen trotz Einhaltung höchster EU-GMP-Standards auf tiefstem Level. MediCrops verfügt daher über das Rüstzeug, eine grosse Rolle im Boom-Markt Cannabis in Europa zu spielen. Und da wir allerhöchste Qualität zu fairen Preisen anbieten werden, bekommen das auch Patienten zu spüren.